Verhaltensökonomische Alternativen zur Impfpflicht

Rückläufige Impfquoten und daraus resultierende Ansteckungswellen, wie die kürzlich aufgetretenen Masernfälle in Graz, lassen immer wieder die Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht aufkommen. Aber ist das wirklich das beste Instrument, die Impfquote zu erhöhen? Basierend auf Erkenntnissen der Verhaltensökonomie diskutiert dieser Beitrag alternative Ansätze, mehr Menschen dazu zu bringen, sich impfen zu lassen.

Das perfekte Geschenk

Es ist nicht einfach das perfekte Geschenk zu finden. Die klassische Volkwirtschaftslehre sieht den Geschenketausch zu Weihnachten als ineffizient an. Eine Lösung wäre, dass wir uns gegenseitig Geld schenken. Was sagt die Verhaltensökonomie hierzu? Sie sagt: Ein Geschenk ist mehr als sein rein monetärer Wert. Faktoren werden diskutiert, die uns helfen können, dass (annähernd) perfekte Geschenk zu finden.

Strom kommt aus der Steckdose und warm wird’s, wenn man am Heizkörper dreht – ist so.

Eigentlich sind Strom- und Gasmärkte für Haushalte in Österreich ein Paradebeispiel für eine gelungene Umsetzung marktliberaler Prinzipien. Eigentlich. Die Auswahl an Anbietern ist groß, man kann sich transparent informieren und wechseln ist einfach. Und dennoch hat im vergangenen Jahr nur ein Bruchteil der österreichischen Haushalte einen günstigeren Strom- oder Gasanbieter gewählt. Warum ist das so?

Mit Nudges den Opioidkonsum verringern

In Österreich werden besonders viele Opioide konsumiert. Das sind synthetisch hergestellte Substanzen, die eine schmerzlindernde und euphorisierende Wirkung haben. Aufgrund ihres starken Suchtpotentials kann der Missbrauch tödliche Konsequenzen haben, wie derzeit in den USA zu sehen ist. Einige simple Interventionen könnten wirksam sein, um den Opioidkonsum hierzulande zu senken.